Foto von Hildegard Burjan
Erzdiözese Wien

Ausstellung über Hildegard Burjan im europäischen Parlament

Österreichs Bischöfe und Parlamentsvizepräsident Karas eröffneten eine Schau über die seliggesprochene Sozialpolitikerin und Gründerin der Schwesterngemeinschaft "Caritas Socialis"

Österreichs Bischöfe haben im Europäischen Parlament gemeinsam mit Parlamentsvizepräsident Othmar Karas eine kleine Sonderausstellung über die im vergangenen Jänner seliggesprochene Sozialpolitikerin und Gründerin der Caritas Socialis Hildegard Burjan (1883-1933) eröffnet. 

Als Vorkämpferin für das Frauenwahlrecht motivierte Hildegard Burjan Frauen, ihr politisches Gewicht geltend zu machen. Befähigung zur Demokratie sei auch ein Thema Europas heute. Dabei stand für sie die Parteipoliktik nicht so sehr im Vordergrund, über Parteigrenzen hinweg suchte sie das Verbindende, wo es um wesentliche gesellschaftliche Themen ging. Auf der Grundlage der katholischen Soziallehre setzte sich Hildegard Burjan für die Würde des Menschen und soziale Gerechtigkeit ein. Sie war eine sozial sensible Politikerin und eine politisch denkende Praktikerin. Beides brauche Europa auch heute, so Sr. Karin Weiler CS, die als Vertreterin von Generalleiterin Sr. Maria Judith Tappeiner bei der Ausstellungseröffnung teilnahm.

Kardinal Christoph Schönborn betonte, Burjan sei das beste Beispiel dafür, "dass man auch in der Politik heilig werden kann". Die generelle Skepsis gegenüber der Politik bekomme in Hildegard Burjan ein Gegengewicht. Es brauche Politiker mit Anstand und Verantwortungsbewusstsein.

Die Politik brauche Vorbilder, bestätigte Karas. Burjans Lebenszeugnis mache Mut, wenn es darum gehe, als Politiker der eigenen sozialen Verantwortung gerecht zu werden.

Die Burjan-Ausstellung ist im Europaparlament eine Woche lang zu sehen.

< Zurück zur Übersicht