Foto von Hildegard Burjan
Erzdiözese Wien

Delegiertentagung zur Vorbereitung der 12. ordentlichen Generalversammlung der Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis mit einem Impuls von Regina Polak

Im Rahmen der Delegiertentagung hielt Pastoraltheologin MMag. Dr. Regina Polak ein beeindruckendes Referat über Hildegard Burjan

Zur Vorbereitung der 12. ordentlichen Generalversammlung der Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis trafen sich 12 der 15 als Delegierte gewählten Schwestern zu einer Vorbereitungstagung.

Die erste Delegiertentagung fand im Pfarrsaal der Pfarre Rossau statt. Ein erster Nachmittag galt dem Rückblick auf die vergangenen Jahre seit der letzten Generalversammlung im Juli 2007. Viele Fotos gaben Einblick in die freudigen und traurigen Ereignisse, Entscheidungen und Veranstaltungen dieser Jahre. Ein Höhepunkt war sicher die Seligsprechung Hildegard Burjans im Jänner 2012. Auch Eindrücke aus Brasilien, von wo die beiden Delegierten Sr. Clotilde und Sr. Laura nicht anreisen konnten, waren auf einer Pinwand dargestellt.

P. Alois Riedlsperger SJ modierte die Tagung der Delegierten zur Generalversammlung.

Am Samstag Vormittag gab Pastoraltheologin MMag. Dr. Regina Polak einen Impuls unter dem Titel "Hildegard Burjan - Faszination und Relevanz. Auf beeindruckend ausführliche Weise hatte sich Regina Polak mit Hildegard Burjan befasst und führte die CS Schwestern zu einem vertieften Verständnis ihrer Botschaft für Kirche und Gesellschaft heute. Hildegard Burjan sei ein "Vorbild" besonderer Art für moderne ZeitgenossInnen, speziell für Frauen, ein "GottesERweis", denn sie verweise in ihrem Handeln auf Gott. Was sie für Menschen heute so ansprechend mache, sei, dass sie Schwächen und das Scheitern kenne. Sie sei zielgerichtet, aber nicht perfekt. "Hildegard Burjan zeigt, wie ein Mensch wachsen kann, wenn er seinem eigenen Charakter nachgeht." Sie verbinde scharfsinniges, analytisches Denken, Organisationstalent und Liebe auf Augenhöhe.

Regina Polak strich hervor, dass der von Hildegard Burjan selbst beklagte Mangel an katholischer Tradition eine Stärke ihrer Person war. Gerade damit mache sie sensibel für die Verschiedenheit der Wege zu Gott. Hildegard Burjan findet Gott in der Welt - in der Welt aus Sicht der Armen und entwickelt poiltische Anwaltschaft.

Was Hildegard Burjan der Caritas Socialis damit für heute an Potentialen mitgibt: Sensibilität für die Zeichen der Zeit und für die Vielfalt der Wege zu Gott, die Verbindung zwischen mystsicher Erfahrung und politischer Anwaltschaft, Kirchenloyalität und Kirchenkritik, zwischen Spirituellem und Diakonalem, zwischen Denken und Praxis, die Verschiedenheit der Charismen als "beflügelnde" Realität.

Im Anschluss an das Referat setzten sich die Schwestern mit den Anregungen Regina Polaks auseinder. Was würde Hildegard Burjan heute sagen und tun? Welche "Zeichen der Zeit" lassen sich aus der Perspektive der CS gegenwärtig wahrnehmen? Welche Stärken haben wir? Wie können wir sie ausbauen? Was/wen brauchen wir dazu?

Am Nachmittag sammelten die versammelten Delegierten weitere Themen für die Generalversammlung und setzten sich mit der Planung der Tagesordnung der Generalversammlung im Juli 2013 auseinander.

Den Abschluss der Tagung bildete der Festgottesdienst mit Kardinal Christoph Schönborn anlässlich des 130. Geburtstags von Hildegard Burjan und ein Jahr nach der Seligsprechung, zu dem viele Freunde, MitarbeiterInnen, Schwestern und Mitglieder des Säkularkreises der Caritas Socialis kamen.

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