Foto von Hildegard Burjan
Erzdiözese Wien

Wer braucht heute noch Vorbilder?

Am 30. 10. 2008 fand im Festsaal in der Pramergasse das Hildegard Burjan Gespräch mit dem Thema "Wer braucht heute noch Selige, Vorbilder oder Ideale?" statt.

Nach sehr persönlichen Einführungsworten von Frau Professor Ingeborg Schödl hielt MMag. Dr. Regina Polak MAS, Vorständin des Instituts für Praktische Theologie, Wien ein Impulsreferat zum Thema Braucht Gesellschaft Vorbilder?.

Ausgehend von der Jugendwertestudie 2000 und 2006 zeigte sie auf, dass gerade junge Menschen aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen verunsichert sind und Halt und Orientierung suchen. Der Hang zu einem Neo-Autoritarismus (also zu Aussagen wie Recht hat, wer stärker ist. oder Es braucht einen starken Mann.) hat sich in den letzten Jahren verstärkt und zeigt sich auch im letzten Wahlergebnis in Österreich.

Ein Drittel der jugendlichen Wahlberechtigten hat 2008 die FPÖ gewählt. Regina Polaks Fazit daraus ist, dass junge Menschen und die Gesellschaft überhaupt Vorbilder und Lebensmodelle neuer Art brauchen. Es geht dabei nicht um Menschen, die rasche, einfache Lösungen versprechen oder zu weiterer Polarisierung führen. Es brauche Menschen, die mit Differenzen, Widersprüchen, Spannungen, Konflikten umgehen können ohne zu verunsichern, die spirituell und politisch sind und im Kontext ihrer Zeit um einen existenziell relevanten Glauben ringen.

Eine solche Frau sei Hildegard Burjan gewesen. Im Anschluss an das Impulsreferat nahmen Prof. Dr. Ulrich Körtner, Professor für Systematische Theologie, evangelische Fakultät, Wien, Dr. Herbert Kohlmaier, ehem. Volksanwalt, Dr. Veronika Prüller-Jagenteufel, Chefredakteurin der Zeitschrift Diakonia, Regina Polak und zwei SchülerInnen des Sacre Coeur Wien an einer Podiumsdiskussion teil.

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