Foto von Hildegard Burjan
Erzdiƶzese Wien

Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis - 
wie Schwestern heute leben

"Das Bewusstsein, zu einer Gemeinschaft zu gehören, stärkt jeden Einzelnen."

"Herr, lass mich tief in dir verwurzelt sein, damit ich mich weit hinaus wagen kann."
(Sr. Elia Niklas CS)

Die Liebe Gottes sichtbar und erfahrbar zu machen bei den Menschen, unter denen sie leben und arbeiten – das ist das erklärte Ziel der Frauen, die sich der CARITAS SOCIALIS anschließen.

Was motiviert heute Menschen, sich ein solches Ziel zu setzen, sich einer Gemeinschaft anzuschließen, eine Lebensform zu wählen, die nicht im Trend unserer Zeit liegt?

Sich für Menschen in Krisen und Notsituationen einzusetzen, an Strukturverbesserungen mitzuarbeiten, das bedeutet, selber nach einer Antwort auf wichtige Lebensfragen suchen, selbst Halt haben, um sich herausfordern zu lassen, solchen Einsatz zu wagen.

 

CS Schwestern Unterwegs
Gemeinschaft © CS

 

Das ist nicht immer einfach. Die Kraft dafür kommt aus dem Gebet und der Gemeinschaft. Das tägliche persönliche Gebet, die Eucharistiefeier und das gemeinsame Beten stärken das Vertrauen. Sie lassen die Beziehung zu Christus lebendig werden. Er ist Mittelpunkt der Gemeinschaft.

Die Schwestern drücken ihre Zugehörigkeit durch ihre gemeinsamen Zeichen aus. Sie leben in Gemeinschaft. Das ist Geschenk und Herausforderung zugleich. Heute erleben viele die Verletzbarkeit und Brüchigkeit menschlicher Beziehungen. Kann es überhaupt Gemeinschaft geben, in der es gelingt, einander nicht nur zu beschneiden und einzuengen? Es ist ein Versuch, Gemeinschaft miteinander zu leben, einander Weggefährtinnen auf dem Glaubens- und Lebensweg zu sein, voneinander zu lernen, aneinander zu wachsen und Unterschiedlichkeit als Chance zu begreifen.

Geistliche Gemeinschaften sind dem Wandel unterzogen. Es kommt heute besonders auf das Profil und die Entschiedenheit der Einzelnen an. Begegnet heute ein Mensch der Gemeinschaft, so ist das für beide ein Abenteuer. Hier wird niemand zugeschnitten, zurechtgestutzt oder in vorgefertigte Schablonen gepresst. Der Weg in die Schwesterngemeinschaft führt über Probezeiten, in denen sowohl die Bewerberin als auch die Gemeinschaft die Berufung prüft. Die Gemeinschaft entdeckt ihre Züge im Gesicht der Bewerberin und diese fügt dem Gesicht der Gemeinschaft ihre Züge hinzu. Ein Mensch begegnet der CARITAS SOCIALIS. Das heißt: Gott wollte sie beide verändern.