Foto von Hildegard Burjan
Erzdiözese Wien

Madrid: Präsentation der spanischen Fassung der Hildegard Burjan Biografie im spanischen Parlament

Am 30. Mai 2018 fand im Congreso de los Diputados (im spanischen Parlament) die Präsentation der spanischen Ausgabe der Biografie Hildegard Burjans (im Original von Prof. Ingeborg Schödl, übersetzt ins Spanische von Gonzalo Moreno-Muñoz) statt.

Am 30. 5. 2018 fand die Präsentation der spanischen Hildegard Burjan Biografie in Madrid statt. Die Veranstaltung wurde getragen von der Fundación Cultural Ángel Herrera Oria und der ACdP International Office.

Im Beisein von Abgeordneten des spanischen Parlaments und anderen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens stellte Gonzalo Moreno-Muñoz, der Übersetzer der Biografie ins Spanische, im Rahmen eines Podiumsgesprächs mit Prof. Ingeborg Schödl, Biografin Hildegard Burjans, Mons. Ginés García Beltrán, Bischof von Getafe und dem Herausgeber Pablo Velasco die spanische Biografie im Sala Ernest Lluch im Parlament in Madrid vor.

Hildegard Burjan – Vorbild für heute

Sr. Susanne Krendelsberger, Generalleiterin der Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis, betonte in ihrem Grußwort, dass Politikerinnen und Politiker aller Parteien auch heute in Hildegard Burjan ein Vorbild für Zusammenarbeit um der Sache willen finden könnten. Sie wünschte den im spanischen Parlament versammelten Gästen „vom Vertrauen und dem bedingungslosen Mut Hildegard Burjans" zu lernen.

Frau in der Politik

Prof. Ingeborg Schödl, Publizistin und Biografin Hildegard Burjans erinnerte vor den spanischen Abgeordneten zum Parlament an das von tiefem Glauben geprägte politische Engagement Hildegard Burjans, in dessen Mittelpunkt „die Rechte der Frauen auf Bildung und Gleichbehandlung" standen. „Als Parlamentarierin versuchte Hildegard Burjan durch gesetzliche Regelungen vor allem die Situation der Arbeiterinnen zu verbessern. Dafür suchte sie auch den Kontakt über Parteigrenzen hinweg mit den Sozialdemokratinnen. Sie wollte „das Evangelium durch die soziale Tat" verkünden - das Fundament ihres politischen Engagements war daher von ihrem tiefen Glauben geprägt."

Hildegard Burjan – auf Spanisch

Gonzalo Moreno-Muñoz, Übersetzer der Biografie, strich die Innovationskraft Hildegard Burjans, die das „II. Vatikanische Konzil 50 Jahre vorausgesehen" habe. „Sie hat den Weg gezeigt für alle Frauen und Männer, die sich im öffentlichen Leben engagieren wollen. Nicht nur durch Parteipolitik, sondern im breiteren Sinne, in allem was menschlich und sozial für die Gesellschaft Auswirkungen hat. Ihr starker Charakter inspiriert zu einem zielorientierten Handeln, aber viel mehr, zur Entdeckung eines Weges, der zu Gott führt. Durch die Übersetzung ihrer Biografie haben nunmehr über 500 Millionen Spanischsprachige Zugang zu diesem erstaunlichen Leben."

Hildegard Burjan wurde am 30.Jänner 1883 in Görlitz a. d. Neiße als zweite Tochter einer jüdischen Familie geboren. Nach einer schweren Erkrankung fand sie zum katholischen Glauben. Mit ihrem Gatten Alexander übersiedelte sie 1909 nach Wien und begann sich, intensiv für die Randgruppen der Gesellschaft zu engagieren. 1918 waren Frauen in Österreich erstmals wahlberechtigt. Hildegard Burjan ermutigte Frauen, ihre politische Verantwortung wahrzunehmen. „Volles Interesse für die Politik gehört zum praktischen Christentum." 1919 zog sie als erste christlichsoziale Abgeordnete in das Parlament der 1. Republik Deutsch-Österreich ein. Als verheirate Frau und Mutter gründete sie die Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis, deren Vorsteherin sie bis zu ihrem Tod im Jahre 1933 blieb. Am 29. Jänner 2012 wurde Hildegard Burjan als erste demokratisch gewählte Politikerin im Wiener Stephansdom seliggesprochen.

CS Caritas Socialis - Heute arbeiten in Wien rund 900 MitarbeiterInnen und Schwestern in den CS Einrichtungen gemeinsam mit rund 500 ehrenamtlich Engagierten und 500 PraktikantInnen zusammen, um den Gründungsauftrag Hildegard Burjans zu erfüllen. CS Schwestern sind in Österreich, Deutschland, Italien und in Brasilien vertreten.

Die CS Caritas Socialis begleitet Menschen vom Beginn bis zum Ende des Lebens: Mütter mit ihren Kindern im Haus für Mutter und Kind (MUKI) und in Brasilien, Hilfesuchende in den CS Beratungsdiensten, Menschen mit Multiple Sklerose in den MS-Spezialeinrichtungen, Menschen mit Demenz in den Alzheimer- und Demenzbetreuungseinrichtungen sowie ältere und hochbetagte Menschen in den integrativ-geriatrischen Einrichtungen und unheilbar kranke Menschen im CS Hospiz Rennweg.

Rückfragehinweis:

Sr. Karin Weiler CS

Öffentlichkeitsarbeit der Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis

Tel: 0664 607 53 470

E-Mail: karin.weiler@cs.at

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